Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche können auf belastende Situationen wie zum Beispiel Trennung oder Verlust von Bezugspersonen, Veränderungen des sozialen Umfeldes, körperliche Beeinträchtigungen, Über- oder auch Unterforderungen  mit Verhaltensauffälligkeiten, erhöhter Aggression und Ängsten reagieren. In der Therapie werden unter Einbeziehung des familiären und sozialen Umfelds Konflikte und Schwierigkeiten bearbeitet und neue Sichtweisen gewonnen. Die Auseinandersetzung erfolgt auf kindgerechte, spielerische Art und bietet die Möglichkeit neue Verhaltensweisen im geschützten Rahmen auszuprobieren.

Das Therapieangebot umfasst sowohl Einzel- als auch Gruppentherapie. Gruppen finden jeweils mit vier bis maximal acht Kindern ähnlichen Alters statt. Die angewandte Psychotherapiemethode ist das Psychodrama. Hierbei steht die Begegnung und das Ziel der Rollenerweiterung im Vordergrund. Kinder können auf der „Spielbühne“ Rollen ausprobieren, die sie im Alltag aufgrund ihrer Belastung oder Ängsten nicht wahrnehmen können oder die ihnen fremd sind. Im Rollenspiel können Konflikte und schwierige Situationen dargestellt und verschiedene Lösungswege ausprobiert werden. Sehr gehemmte Kinder können beispielsweise lebendige Rollen ausprobieren und diese mit dem neu gewonnen Vertrauen und Mut in späterer Folge integrieren.

 

Besonderheit der Gruppe

In der Gruppe werden Kinder bzw. Jugendliche zu sozialem Handeln herausgefordert. Die Gruppe bietet Schutz um Neues auszuprobieren und die Möglichkeit sich selbst darzustellen und gleichzeitig Feedback von anderen zu erfahren. Die Wirkung des eigenen Handelns wird in der Gruppe erprobt und kann verändert werden.

 

Elternarbeit

Die Einbeziehung der Eltern beziehungsweise der Bezugspersonen ist von erheblicher Bedeutung für den Therapieerfolg. Dabei geht es nicht um Schuldzuweisungen sondern darum, alle möglichen Ressourcen  auszuschöpfen und gemeinsam positive Veränderungen herbeizuführen.